Wir freuen uns über Interesse aus Fernsehen, Print und Hörfunk. Hier finden Sie eine Auswahl bisheriger Berichte über unser inklusives Ensemble.
2026
2026
„WO DIE LOGIK PAUSE MACHT“,
REZENSION ZU „NIRGENDWO GEHT’S SO ZU WIE AUF DER WELT“
»„Nirgendwo geht’s so zu wie auf der Welt“ öffnet in knapp 80 pausenlosen Minuten eine Zauberkiste mit kleinen Szenen, Sketches, Witzen – ohne lineare Handlung oder erkennbaren roten Faden, doch mit Livemusik von Johann Hagerer (…) Regisseur Burchard Dabinnus hat mit seinem achtköpfigen inklusiven Ensemble eine kurzweilige Collage erarbeitet (…). Pate zu diesem Potpourri absurder Wortverdrehungen stand offensichtlich Karl Valentin, der Großmeister des skurrilen Humors (…) außerdem gibt es Anleihen bei Monty Python, und sicher kommen einige Inspirationen für Burchard Dabinnus‘ Inszenierung von Literaten wie Ernst Jandl oder Herbert Achternbusch (…)«
»Während die Darstellenden in choreografierten Bewegungen über die Bühne schreiten, hüpfen, tänzeln, mal solo im Monolog performen, in bewusstem Aneinander-vorbei oder miteinander sprechen oder singen, tasten sie sich mit feiner Komik an die gemeinsam ausgewählten Textfragmente heran, schmettern Sätzen und Silben mit poetischer Melancholie und kindlichem Staunen (…) Und manchmal stellt sich auch ganz ohne Worte ein Zauber ein.«
Barbara Reitter-Welter, Donaukurier
2024
2024
„DORF-HORROR“, REZENSION ZU „FREIGESPROCHEN“
»„Freigesprochen, freigesprochen, freigesprochen…“ raunt es vielstimmig hinter den Paravents. Die Dorfgemeinschaft hat ihren allseits geschätzten Stationsvorsteher wieder (…) Doch die Wahrheit sieht anders aus: (…) Abgelenkt von einem Kuss der Wirtstochter Anna vergaß Hudetz, das Signal zu stellen, so dass zwei Züge ineinander rasten. 18 Tote. (…) „Freigesprochen“ nennt Burchard Dabinnus seine verkürzte Fassung von Ödön von Horváths „Der jüngste Tag“ (…) und erarbeitet eine intensive Aufführung, die die Balance hält zwischen dörflichem Volksstück, Kriminalfall und Tragödie. (…) Letztlich verhandelt es existenzielle Menschheitsfragen wie persönliche Schuld und Verantwortung des Individuums (…). Die Geschichte endet hier mit einem Mord, denn den metaphysisch-religiösen Erlösungs-Schluss hat Dabinnus gestrichen. (…) Komödienreif die Eingangsszene, die die Horror-Atmosphäre von Ratsch und Klatsch in einer engstirnigen, herzlosen Gemeinschaft pinselt. (…) Trotz der bitterernsten Geschichte immer wieder kleine komische Miniaturen zum Lachen. (…)«
Barbara Reitter, Donaukurier
2022
2022
„ALLES NEBENSACHE“,
REZENSION ZU GROSSFEUER IN UNTERGILCHING
»(…) Regisseur Anton Prestele hat aus dem Einakter einen etwa 90-minütigen Musiktheater-Abend gemacht, indem er sich der Motive aus dem Bayerischen Defiliermarsch bedient und die Handlungsfäden darüber verknüpft hat. (…)«
»Was das Theater Apropos dort macht, gleicht einem Zaubertrick. Dafür hat Prestele fast komplett auf Ausstattung verzichtet. Es gibt mal eine Leiter oder einen Schlauch, stattdessen schöne gestische Lösungen für die Szenerie. (…) Die Darstellenden tragen Schwarz-Weiß und rote Varieté-Wangen, Frauen spielen Männer, Männer spielen Frauen. (…) Der Fokus richtet sich auf Nebensächlichkeiten, das Hauptproblem löst sich quasi in Rauch auf (…) Das ist clever gemacht.«
Yvonne Poppek, Süddeutsche Zeitung, 21. September 2022
„DER DEFILIERMARSCH MACHT DIE MUSIK“,
REZENSION ZU GROSSFEUER IN UNTERGILCHING
»Anton Prestele komponierte aus Valentins Text das Musiktheaterstück „Großfeuer in Untergilching“, das im TamS-Theater in minimalistischer Instrumentierung uraufgeführt wurde. (…) Es ist die erste Musiktheater-Produktion des Theaters Apropos (…) Das inklusive Ensemble aus Menschen mit und ohne psychischen Erkrankungen sowie Theaterprofis überrascht immer wieder mit ihrem Witz und einer wie beiläufig entstandenen Intensität. (…) Das passt perfekt zur valentinesken Methode der Untergilchinger, mit pompös umständlichem Wichtigtun stets das Notwendige zu vermeiden.«
Mathias Hejny, Abendzeitung München, 20. September 2022
2020
2020
DONAUKURIER
NEHMEN SIE DIE UNTERSUCHUNGSPILLE!
»Ein zum Schwärmen schöner Theater-Spätsommernachtstraum! (…) Burchard Dabinnus, als Autor und Regisseur selbst ein Meister des Absurden, visualisierte als Regisseur Charms’ Schauspielkunstwerke als wunderschönen Theaterabend voll skurriler Poesie. Und die sechs Mitglieder der inklusiven Theatergruppe Apropos tauchen mit Enthusiasmus und übersprudelnder Spiellaune in all die nicht nur schrägen, sondern auch doppelbödigen und hintergründig-subversiven Szenen ein.«
Hannes S. Macher, Donaukurier, 18. September 2020
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
NEHMEN SIE DIE UNTERSUCHUNGSPILLE!
»(…) und nicht zuletzt ihre Spielweise, die mit einem finsteren Blick, einem forschen Aufstampfen oder ein paar roten Edding-Strichen auf Zeitungspapier eigentlich Undarstellbares plastisch macht (…) in Dabinnus` charmanten Charms-Pointillismus, der inhaltlich wie formal das Anderssein und Unvollkommene feiert. Und der aus Syrien stammende Bratschist Shadi Hlal spielt Schostakowitsch dazu. Schön!«
Sabine Leucht, Süddeutsche Zeitung, 16. September 2020
2019
2019
MÜNCHNER MERKUR
ICH BIN ANDERS
»Wer jedoch hier überhaupt und wer wie psychisch krank ist oder einmal war, kann man mitnichten ausmachen. In diesem so gar nicht amateurhaft wirkenden charismatischen Nonett spielt Regisseur und Komponist Anton Prestele selbst mit. (…) Und inszeniert jetzt aus Texten der Mitwirkenden ein surreal-poetisches Musiktheater. Dezent im Hintergrund seine eigenen Klangmalerei für diese aus der Seele geschriebenen Gedanken: stinknormale Erinnerungen an ödes Familienessen, Träume von unkonventionellen Mitternachtssausen, die Freude an Märchen und die Lust am Herumkaspern. Das ergibt theatral ausgespielt hinreißende Clownerie und Hungrige-Katz-verfolgt-Maus-Episoden. Und die Erkenntnis, dass man anders ist, wird schließlich als Persönlichkeitsstärke bejaht und akzeptiert. Zwischendrin singen die vorzüglichen Neun immer wieder im Chor: (…), angeführt von einer Solostimme, die leicht in ein Opernhaus passen würde. Der Ernst und die Heiterkeit fließen spielerisch zusammen bei dieser, laut Titel, so ‚anderen‘, aber eigentlich doch ganz vertrauten Apropos-Truppe.«
Malve Gradinger, Münchner Merkur, 30. Januar 2019
2016
2016
WOLF BANITZKI
VALENTIN IN HALIVAX
»(…) eine Reise sollte es sein und eine Reise war es auch, die in die Tiefen der Tiefsee, in die Tiefen der menschlichen (…) Seelen, oder in die Geschichte der Literatur und der Musik führten. Singend (Musik Anton Prestele und Zoltan Sloboda) und schauspielernd bewiesen die Darsteller, dass sie Valentin nicht nur verstehen und mögen, sondern ihn auch zu interpretieren vermochten. Es war ein besonderer und ein kurzweiliger Abend, der zu Recht vom Publikum mit viel Applaus bedacht wurde.«
Wolf Banitzki, November 2016
2014
2014
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
SINDS NET BÖS
»In ‚Sinds net bös‘ hat erstmals der Komponist und Theatermacher Anton Prestele die Leitung inne. Insofern ist der Abend musiklastiger, auch episodischer noch als die früheren: Ein mutiger, dramaturgisch etwas verworrener Mix aus Volksliedern, Kalendersprüchen und Jazz, Onomatopoesie und Tagtraum, Dialektalem, guter Laune und knallharter Alltagsrealität. Die fünf Darsteller entern die Bretter des TamS als eine Art Clownstruppe, singen Lieder, in denen sich ‚parterre‘ auf ‚Sauwetter‘ reimt und machen mit der Parole wach, dass in der Gosse landet, wer die Wahrheit sucht.«
Sabine Leucht, Süddeutsche Zeitung, 22. Dezember 2014
ABENDSCHAU – DER SÜDEN
SINDS NET BÖS
2011
2011
UNTERWEGS NACH UTOPIA
STOLPERSTEIN: DAS THEATER APROPOS – UNTERWEGS NACH UTOPIA
2009
2009
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
KLEINER MANN – WAS NUN?
»Eine Inszenierung, die nahezu vollkommen vom Ensemble der seelisch erkrankten Darsteller und ihrer Therapeuten getragen wird – nicht zuletzt, weil es ein Geheimnis bleibt, wer Patient ist und wer nicht. … Die Ränder der Handlung fransen dabei aus und finden ihren bewegenden Höhepunkt in der Schlussszene: Hier synchronisieren Hans (Zoltan Sloboda) und Lämmchen (Barbara Altmann) die gemeinsamen Erinnerungen, die hinter ihrem Rücken an die Wand projiziert werden. Dieses Zwiegespräch gerät staksig- mal vorschnell, mal hinterherhinkend – und gerade deshalb voller Leben.«
Janine Adomeit, Süddeutsche Zeitung, 22. März 2010
ABENDZEITUNG
KLEINER MANN – WAS NUN?
»Das Spiel von Barbara Altmann und Zoltan Sloboda als der gutmütige Hans und seine Frau, die tapfere Emma, genannt Lämmchen, ist kompromisslos und von einer geheimnisvollen Aura umgeben…
Die Episoden vom kleinen Glück und grossen Verliebtsein gegen alle Widerstaende werden in einfachen, aber starken Theaterbildern erzählt.«
Mathias Hejny, Abendzeitung, 16. November 2009
2006
2006
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
LIEBST DU MICH?
»Spielerisch komisch, federleicht hingetupft, werden die stereotypischen Mann-Frau-Dialoge bis auf das Skelett bloßgelegt, scheinen in den Auslassungen, Leerstellen zwischen Sag-doch-endlich und Ich-weiß-nicht-wovon-du-redest die alltäglichen Beziehungsraster, Schnittmusterbögen des Scheiterns auf. Zwischen Cha-Cha-Cha, Gruppen- und Paartänzen bringen die 13 Akteure das verbale Perpetuum mobile zum Schwingen.«
Petra Hallmayer, Süddeutsche Zeitung, 2./3. Oktober 2006
2003
2003
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
SCHLACHTPLATTE À LA NERO
»Wer Arzt ist und wer Patient ist nicht wichtig. Was zählt ist der Mut zum Unterschied und die Lust daran, etwas besonderes zu sein, und darin sind die Patienten ihren Betreuern mitunter ein gutes Stück voraus. Fast überflüssig zu erwähnen, dass Anette Spola als Regisseurin keinerlei therapeutischen, dafür um so mehr künstlerischen Ehrgeiz entwickelt. Schon zum vierten Mal hat die Gruppe so ein abendfüllendes Programm auf die Beine gestellt. Ein Abend, der zeigt, dass Talent vor allem eines ist: das Gegenteil von Normalität.«
Silvia Stammen, Süddeutsche Zeitung, 5. März 2003
MÜNCHNER MERKUR
SCHLACHTPLATTE À LA NERO
»Theater, dass zu Befreiungsakten für die Spieler wird – da schaut man mindestens so gerne zu, wie bei den Profis.«
Malve Gradinger, Münchner Merkur, 4. März 2003
2000
2000
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
LUCKY HANS
»Nein dies ist kein Stück für Theaterbesucher, die sich ungern überraschen lassen. Es ist auch keine Kammerspiel-Inszenierung, bei der schon vorher feststeht, dass die Schauspieler wieder wunderbar agieren werden. Die Inszenierung Lucky Hans ist eher etwas für Menschen, die neugierig sind: darauf, wie Ärzte, Psychologen und seelisch Kranke gemeinsam Theater spielen.«
Antje Weber, Süddeutsche Zeitung, 17. Februar 2000
BAYERISCHER RUNDFUNK
LUCKY HANS
»Am Anfang gab es nur eine Idee, am Ende ein Stück. Entstanden ist, das sei nachdrücklich gesagt, kein therapeutisches Unterfangen, sondern ein glückvoller Theaterabend, mit kurzen Szenen, mal wild poetisch, mal leise absurd, denn das Glück lässt sich ebenso im Weltraum finden wie im Traum, wenn Kühe sich in verführerische Frauen verwandeln. Es hätte sich keine bessere Verbindung finden lassen als zwischen den Akteuren des Apropos Theaters und der Regisseurin Anette Spola und dem Texter Rudolf Vogel, beide vom TamS Theater, denn das TamS pflegt seit langem seine Liebe zum Absurden, der entlegenste Gedanke ist da oft der naheliegende und die Wahrheit liegt in der Einfachheit, also auch in einem einzelnen Satz, einer einzigen Geste, einem einzigen Blick.«
Barbara Knopf, Bayerischer Rundfunk B2 Radio, 2. April 2000
MÜNCHNER MERKUR
THEATER APROPOS
»Ein Therapie-Projekt? Nein, viel mehr. Ein theatralisches Unternehmen, das lustvoll animiert zu Selbstäußerung und Kreativität, zum Zuschauen und Mitmachen.«
Sabine Dultz, Münchner Merkur, 22. Februar 2000