Theater Apropos ist ein inklusives Ensemble, in dem Menschen mit und ohne psychische Beeinträchtigungen gemeinsam Theaterarbeit gestalten.
      Im Mittelpunkt stehen künstlerischer Ausdruck, Spielfreude und das gemeinsame Entwickeln von Stücken, die aus den individuellen Fähigkeiten aller Beteiligten entstehen.

TEAM

Künstlerische Leitung
Burchard Dabinnus

Projektbetreuung
Marie-Sophie Welker

Produktionsleitung
Jenny Krug

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Nora Giersiepen

TEAM

Künstlerische Leitung
Projektbetreuung
Produktionsleitung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Burchard Dabinnus
Marie-Sophie Welker
Jenny Krug
Nora Giersiepen

VEREIN

Ariadne e.V. ist ein seit 1980 in München gemeinnützig tätiger Verein, der Hilfen für seelisch Kranke und Alterskranke Hilfen anbietet und verschiedene künstlerische und kulturelle Projekte unterhält.

1. Vorsitzender
Prof. Dr. Josef Bäuml

Geschäftsführung
Dipl. Soz. Päd. Gabriele Hofweber

1. Vorsitzender
Geschäftsführung

Prof. Dr. Josef Bäuml
Dipl. Soz. Päd. Gabriele Hofweber

Zu den Angeboten von Ariadne gehören unter anderem therapeutisch betreute Wohngemeinschaften, Einzelbetreuung von Klient*innen im häuslichen Umfeld, eine gerontopsychiatrische Betreuungsgruppe, eine Angehörigengruppe und eine Sprechstunde für Kinder und Jugendliche mit einem psychisch erkrankten Elternteil, ein Offenes Atelier, Musiktherapie und Musikpädagogik sowie eine inklusive Band.

Zusammen mit Anette Spola und Rudolf Vogel vom TamS Theater gründete Ariadne 1998 das inklusive Theater Apropos und ist seitdem der Trägerverein des Projekts. 

Klinik für Psychiatrie
    und Psychotherapie

Telefon
Web
Mail

Ismaninger Straße 22,
81675 München

089 4140 4268
www.ariadne-ev.de
info@ariadne-ev.de

Klinik für Psychiatrie
    und Psychotherapie
Ismaninger Straße 22,
81675 München

Telefon
089 4140 4268

Web
www.ariadne-ev.de

Mail
info@ariadne-ev.de

KONZEPT

THEATER ALS THERAPIEFREIER RAUM

Die Bühne ist ein Raum für freies künstlerisches Arbeiten. Als inklusives Theaterensemble Apropos erleben wir das bei unseren öffentlichen Aufführungen und spüren es merklich in unserer alltäglichen Arbeit.
    Unsere Theaterarbeit ist kein therapeutisches Angebot, sondern richtet sich an alle, die sich auf einen professionellen, künstlerischen Austausch einlassen möchten. Wir zeigen auf unkonventionelle Weise, wie selbstverständlich Menschen mit und ohne psychische Erkrankungen zusammenwirken. Alle Beteiligten stellen sich denselben Herausforderungen, denn Bühnenauftritte erfordern Mut und Spielfreude. Das gemeinsame Spiel stärkt Selbstvertrauen, baut Hemmungen ab und ermöglicht Begegnungen ohne Vorurteile. Im Mittelpunkt stehen Fähigkeiten und Potenziale, keine Einschränkungen. Was oft als Beeinträchtigung gilt, kann in der Theaterarbeit zur besonderen Stärke werden.

DAS SPIEL ALS ZUSAMMENSPIEL

Das Projekt von Ariadne e.V. steht generationsübergreifend theaterinteressierten Menschen mit und ohne Psychiatrieerfahrung offen. Die Stücke werden mit den Mitwirkenden ausgewählt und gemeinsam erarbeitet. Auf diese Weise haben Mitspieler:innen die Möglichkeit, ihre individuellen Fähigkeiten und Talente zu entdecken und ihr kreatives Potenzial einzubringen und zu entfalten. Dies gilt auch für das aktuelle Vorhaben.

Theatertechniken wie Sprechen, Singen, Haltung und Bewegung werden gezielt eingesetzt und weiterentwickelt. Entscheidend ist dabei nicht formale Perfektion, sondern ein authentischer, persönlicher Ausdruck im gemeinsamen Spiel. Die Stücke entstehen im Miteinander aller Beteiligten, die ihre individuellen Fähigkeiten, Erfahrungen und Persönlichkeiten einbringen.

Abseits der Bühne werden Mitwirkende nach Möglichkeit durch die Übernahme künstlerischer und organisatorischer Aufgaben in die Umsetzung des Stücks eingebunden, beispielsweise in den Bereichen Dramaturgie oder Regieassistenz. Dies macht Theater Apropos zu einem einzigartigen Projekt in der inklusiven Theaterarbeit.

Das inklusive Theaterprojekt Apropos wurde 1998 in München gegründet und eröffnet Menschen in psychischen Krisen einen kreativen Raum jenseits therapeutischer Strukturen.

ABSURDITÄTEN

Szenen von Karl Valentin, 1998

KLEINER MANN – WAS NUN?

Nach einer Vorlage von Tankred Dorst / Hans Fallada, 2009

ICH BIN ANDERS

Texte: Ensemble Apropos, 2019

GESCHICHTE

Das inklusive Theaterprojekt Apropos wurde 1998 gegründet. Die Initiative dazu ging von Prof. Dr. Hans Lauter aus, dem damaligen Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum rechts der Isar. Bereits 1980 hatte er Ariadne e.V., Verein zur Hilfe für Alterskranke und seelisch erkrankte Menschen, gegründet, und war immer auf der Suche nach neuen Ideen für seine Patient:innen, also Menschen in einer „schwerwiegenden seelischen Lebenskrise“. Für das Theaterprojekt gewann er Anette Spola und Rudolf Vogel vom TamS Theater als Mitstreiter. Ausgangspunkt war die Idee einer Auszeit vom psychiatrisch bestimmten Alltag seiner Patient:innen, eine Form von Theater, das sie aus dem Sog des therapeutischen Kreislaufs befreien und ihnen stattdessen eine Möglichkeit zur Selbstentfaltung bieten sollte.

Anette Spola und Rudolf Vogel übernahmen die künstlerische Leitung, welche sie bis 2013 innehatten. Noch im Jahr seiner Gründung zeigte Theater Apropos die erste Produktion. Bis heute folgten viele weitere (sieben davon unter der Regie von Spola und Vogel). Die Theaterarbeit war stets mit einer kontinuierlichen Weiterentwicklung von künstlerischem Anspruch und professionellem Niveau verbunden. Von Herbst 2013 bis Sommer 2023 lag die künstlerische Leitung des Ensembles in den Händen des Komponisten und Theatermachers Anton Prestele. Gemeinsam mit der Gruppe hat er fünf Stücke auf die Bühne gebracht. Um die vielfältigen musikalischen Begabungen der Mitglieder von Theater Apropos zu fördern und einen Ausgleich für die pandemiebedingte Probensituation zu schaffen, erweckte Anton Prestele kurzzeitig die Musikgruppe The Sound of Theater Apropos zum Leben.
    2019 übernahm Autor, Sprecher und Regisseur Burchard Dabinnus die künstlerische Leitung einer zweiten Gruppe und ab 2023 die Theaterregie für das gesamte Ensemble. Aktuell arbeitet er mit der stetig wachsenden Gruppe an seiner dritten Inszenierung, bei der er es abermals schafft, die Themen des Ensembles mit Feingefühl und Humor zu einem gemeinsamen Theaterstück zu verbinden.

Mittlerweile blickt Theater Apropos auf insgesamt 14 Produktionen zurück. Seit der Gründung des Theaterensembles wird dieses im Hintergrund von einem vielseitig ausgebildeten Team unterstützt. Mitarbeitende betreuen das Projekt sozialpädagogisch, arbeiten in der Öffentlichkeitsarbeit sowie der Finanzierung des Projekts.

Hans Lauters Idee einer Auszeit, entstanden zu einer Zeit, in der von Inklusion noch kaum die Rede war, erwies sich als Volltreffer. Sie bietet allen Beteiligten genügend Raum, sich im Spielen selbst zu entdecken und auszuprobieren. Mit Freude und Engagement, befreit von jeglichem Therapieanspruch. Sie fördert die Entfaltung individueller Fähigkeiten und Möglichkeiten, sei es in Hans Falladas „Kleiner Mann – was nun?“ (2009), mit Eigentexten in „Ich bin anders“  (2019) oder in dem Musiktheaterstück „Großfeuer in Untergilching“ nach Karl Valentin (2022). 

Von dieser Form von Inklusion profitieren nicht nur das Theater selbst und sein Publikum, sondern auch die Gesellschaft insgesamt, indem Berührungsängste abgebaut und Klischees über den Haufen geworfen werden, zu vorurteilsfreien Begegnungen auf Augenhöhe eingeladen und immer wieder zu neuen Sichtweisen angeregt wird.

Einige Schauspieler:innen des Theater Apropos verfolgen neben ihrer Theaterarbeit bei uns noch andere künstlerische Projekte. Wir verweisen gerne auf ihre freie Kunst, eigene Musikprojekte und Theatergruppen.

ENGAGEMENT

A SIMPLE MAN

Musik von Zoltan Sloboda

THEATER DIE RUNDE 70

Theater Gruppe von und mit Barbara Altmann

MALEREI

Kunst von Sean Miller

H1 ART

Performance & bildende Kunst von Heinz Großer

Hintergrund