Lucky Hans
oder:
Was Sie schon immer über den Ganszwang
wissen wollten

»So glücklich wie ich, rief er aus‚ gibt es keinen Menschen unter der Sonne. Mit leichtem Herzen und frei von aller Last ging er nun fort, bis er daheim bei seiner Mutter angekommen war« Hans im Glück, Gebrüder Grimm

Premiere im Interim Theater am 20.02.2000
Regie: Anette Spola
Text: Rudolf Vogel

Das Märchen „Hans im Glück“ inspirierte in LUCKY HANS zu einer Allegorie des Lebensglücks. Es entstand eine traumhafte Bilderfolge mit hintersinnigen Diskursen über alltägliche Glücksmomente und Verführungen, sowie die unterschiedlichen Sichtweisen des Glücks verwandelt.

Trotz objektiven Missgeschicks ist Hans im Märchen immer glücklich. Jeden vermeintlichen Fehler deutet Hans in einen Erfolg um. So lebt Hans in der Existenzweise des Seins, nicht des Habens. Er erfährt immer wieder, dass all sein Besitz ihn beschwert hat, eine Belastung für sein Fortkommen ist und damit seiner Freiheit im Weg war.

Im Stück entfalten die Mitspieler auf vielfältige Weise ihre persönlichen Glückserfahrungen, die unsere konventionelle Sichtweise von Beruf, Geld und Erfolg auf die Probe stellen. In dieser Adaptation des Märchens kommt Hans mit einem „Ganszwang“ in ein Krankenhaus und stellt mit seiner Naivität auf bestechende Weise in einer Visite die Ärzte vor ein Rätsel.