Absurditäten

Normalität und verrückte Sichtweisen bilden in vielen von Valentins Dialogen nur einen graduellen Unterschied. Gerade hier fanden die verschiedenen Erfahrungshintergründe mit einer aus den Fugen geratenen Welt der Mitspieler eine Entsprechung in den hintersinnigen Diskursen Valentins. Die Erfahrung, dass in Valentins Sprachspielen auch die Realität zurechtgerückt werden kann und darf, war für alle Mitspieler eine entlastende Bereicherung.

In „Absurditäten“ entwickelte THEATER APROPOS einen poetischen und absurden Bilderreigen mit Texten von Karl Valentin. In dieser ersten Produktion kamen von Valentin beschriebene groteske Alltagssituationen mit ihren Kommunikationsschwierigkeiten den vorsichtigen ersten Schritten der Mitspieler sehr entgegen. Valentins Experimentierfreudigkeit mit Sprache und seine humorvollen Verwirrspiele und Paradoxien ermöglichten einen guten Einstieg für erste Übungen mit sprachlichem Ausdruck mit der Möglichkeit sich von herkömmlichen Denkmustern zu befreien.

Premiere: 11.11.1998, Seidlvilla, München
Regie: Anette Spola und Rudolf Vogel